Wie ein einziges Gespräch eine stille Revolution ausgelöst hat

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Es heißt, nachhaltige Veränderung beginne in der eigenen Vorstellung. Piet Abik stellte sich eine bessere Zukunft vor für seine Dorfgemeinschaft, den Stamm der Dayak in Borneo, und beschloss, zu handeln.

Die Palmölindustrie hat 25 % der indonesischen Regenwälder abgeholzt. Zuerst musste Piet sich über die Hintergründe informieren, um herauszufinden, wie es überhaupt dazu kommen konnte.

Nachdem er sein Studium der Umweltwissenschaften in Australien abgeschlossen hatte, reiste er kreuz und quer durch das Land. Er schaute sich sehr genau an, was die Bauern dazu veranlasst hatte, ihr fruchtbares Land an Palmölproduzenten zu verpachten.

Nachdem Piet begriffen hatte, dass die Bauern von der Palmölindustrie abhängig waren, erkannte er, dass ein Boykott von Palmöl keine Lösung war. Außerdem war ihm klar geworden, dass er die globalen Strukturen hinter der Zerstörung der Wälder nicht allein würde verändern können.

Und so begann er mit dem Naheliegendsten: Er suchte den Dialog mit den Bauern seiner eigenen Dorfgemeinschaft.

Piet ging in seinem Dorf in Borneo von einem zum anderen und erklärte den Bauern die Zusammenhänge zwischen der weltweiten Nachfrage nach Palmöl und der Verarmung der ländlichen Gemeinden.

Er zeigte ihnen den Teufelskreis auf, in dem sie steckten.

Die Palmölindustrie zerstört die Umwelt mit den Monokulturen, die sie auf dem von den Bauern gepachteten Land und in den umliegenden Wäldern anlegt. Monokulturen entziehen dem Boden Wasser und Mineralstoffe und laugen ihn aus.

Wenn die Böden dann unfruchtbar geworden sind, kündigen die Palmölgesellschaften die Pacht auf, und dann ist es auch mit der einträglichen Arbeit – dem monatlichen Ernten der Palmölfrüchte und ihrer Lieferung an die örtlichen Fabriken –, die die Bauern überhaupt erst bewogen hat, ihr Land zu verpachten, schlagartig vorbei.

Piet musste also den Bauern helfen, Wege zu finden, sich aus der Abhängigkeit von den Palmölplantagen zu befreien, und sie beim schrittweisen Ausbrechen aus dem Teufelskreis unterstützen.

„Welche Alternativen gibt es denn?“, wollten die Bauern von Piet wissen. Bäume pflanzen! Mischkulturen. Andere Einkommensquellen erschließen, um den Lebensstandard zu verbessern.

Diese anfänglichen Gespräche mit etwa 80 Bauern entwickeln sich nun langsam zu einer Bewegung. Nachdem sie begonnen hatten, ihr Land wieder selbst zu bestellen, anstatt es zu verpachten, stellten die Bauern fest, dass der Boden sich erholte und wieder üppige Ernten hervorbrachte.

Als die Bauern aus dem Umland das sahen, wollten sie dem Beispiel ihrer Nachbarn folgen und ebenfalls Bäume pflanzen.

Inzwischen haben etwa 2000 Bauern sich Piets Projekt angeschlossen und führen langsam, aber sicher einen nachhaltigen Wandel herbei, von dem nicht nur die Natur profitiert, sondern vor allem auch sie selbst.

Seht euch Piets Geschichte an und lasst euch von ihm inspirieren wie man Klimaaktivist wird. Schaut euch um und fragt euch: Was kann ich als Einzelner realistisch betrachtet in meinem eigenen Umfeld tun, um ein Problem anzugehen, das mich belastet?

Mit euren Suchen über Ecosia finanziert ihr die Bäume, die der Dorfgemeinschaft von Piet Abik den Ausstieg aus der Monokultur ermöglicht. Ladet, sofern noch nicht geschehen, die Ecosia-App auf eurem Handy herunter und unterstützt mit jeder Suche den nachhaltigen Wandel in Indonesien.



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