Wie man Klimaaktivist wird: Ecosia bei Extinction Rebellion

Am 7. Oktober organisiert Extinction Rebellion einen weltweiten Aufstand, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Sei dabei!

Extinction Rebellion ist die weltweit am schnellsten wachsende gewaltfreie Klimabewegung.

Klimakollaps und globales Artensterben haben XR dazu veranlasst, Bürger zu mobilisieren, um Druck auf die Regierungsspitzen auszuüben damit endlich Maßnahmen gegen die ökologische Krise ergriffen werden.

Was uns an XR am besten gefällt? Sie haben drei klare Forderungen und 10 Grundsätze, die jeder leicht befolgen kann. Jeder, der sich an den Grundsatz der Gewaltfreiheit hält, darf sich bei seinen Aktionen gerne auf XR berufen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass nur 3,5 % der Bevölkerung eines beliebigen Landes ausreichen, um eine systematische Veränderung herbeizuführen. Das sind nur 2,8 Millionen Menschen in Deutschland oder 18 Millionen in der gesamten Europäischen Union – das entspricht gerade einmal in etwa der Bevölkerung der Niederlande.

Vor diesem Hintergrund lehrt XR verschiedene Taktiken des zivilen Ungehorsams und gewaltfreien Widerstands. Das Team von Ecosia hat an einem XR-Workshop zum Thema „Wie werde ich Klimaaktivist“ teilgenommen.

Hier 6 Dinge, die wir gelernt haben:

Schritt 1: Organisieren

Aktionen sind in der Gruppe effektiver (und machen mehr Spaß!). Bilde mit deinen Freunden eine sogenannte Interessengruppe und nehmt gemeinsam an lokalen XR-Treffen und Workshops teil. Wenn es in deiner Nähe noch keine organisierten Gruppen gibt, kannst du eigene Treffen organisieren und andere dazu einladen.

Schritt 2: Entscheide dich für eine Aktion

Such dir eine Aktion aus, an der du teilnehmen möchtest, und überlege dir, wie weit du gehen willst. Es gibt vier Aktionslevel:

1. Aktionen, die ganz klar innerhalb des gesetzlichen Rahmens liegen.
2. Aktionen, bei denen man mit polizeilichen Gegenmaßnahmen rechnen muss und die man zu gegebener Zeit abbricht.
3. Aktionen, bei denen man die Warnungen der Polizei bewusst missachtet und rechtliche Konsequenzen in Kauf nimmt.
4. Aktionen mit potenziell gravierenden rechtlichen Konsequenzen.

Profitipp: Aktionen in Hauptstädten sind am effektivsten. Man kann die Polizei im Vorfeld informieren, indem man die Aktion anmeldet, muss dann aber mit zeitlichen und räumlichen Beschränkungen rechnen.

Schritt 3: Was man zu einer Aktion (nicht) mitnehmen sollte

Gegenstände, die als Waffe eingestuft werden könnten, sollte man zu Hause lassen. Auch Schutzkleidung ist kontraproduktiv, da sie als passiver Widerstand verstanden werden könnte. Klassische Beispiele hierfür sind tief ins Gesicht gezogene Kapuzen oder Gegenstände, die man als Schutzschild einsetzen kann.

Wir bitten euch außerdem, auf Drogen und Alkohol zu verzichten! Was hingegen keinesfalls fehlen sollte, ist der Personalausweis. Auch etwas zu essen und zu trinken ist sinnvoll, da man vorher nicht wissen kann, wie lange eine Aktionen sich hinzieht.

Und sei kreativ! Trage ein Kostüm, bastle ein Plakat oder einen Banner oder bring ein Musikinstrument mit. Denk immer daran, dass es vor allem darum geht, von Mitbürgern und Machthabern wahrgenommen zu werden!

Schritt 4: Kenne deine Rechte

Du hast das Recht, dich einer Protestaktion anzuschließen. Du kannst dich auf der Website von XR über alle rechtlichen Aspekte informieren, die von Land zu Land und manchmal sogar von Stadt zu Stadt variieren können (in den USA hat jeder Bundesstaat sein eigenes Regelwerk!).

Wenn du dich weigerst, zu gehen, kann es sein, dass die Polizei dich entfernt. Im Geiste der Gewaltfreiheit ist es immer vorteilhaft, freundlich zu bleiben, aber du kannst die Aussage verweigern und du bist auch nicht verpflichtet, Informationen preiszugeben oder etwas zu unterschreiben.

Schritt 5: Sicherheit

Nimm einen „Buddy“ mit und bleibt zusammen. Es ist hilfreich, im Vorfeld Kommunikationstechniken in der Interessengruppe zu üben, insbesondere nonverbale, die man auch in heiklen Situationen anwenden kann.

Profitipp: Ein Vermittler innerhalb der Gruppe, der deeskalierend mit der Polizei interagiert, kann die Gruppe während einer Protestaktion schützen. Die Rolle dieser Vermittler besteht einzig und allein darin, deeskalierend einzugreifen, wenn eine der beiden Seiten die Nerven verliert.

Schritt 6: Spaß haben!

Singt, tanzt, verkleidet euch und beansprucht möglichst viel Raum! Das ist eure Chance, gesehen und gehört zu werden. Es ist ein großes Fest und es soll möglichst bunt sein und die Ordnung stören.

Erfolgreiche Demos beinhalten spontane Aktionen und dauern mehrere Tage. Denk immer daran, dass es darum geht, die Aufmerksamkeit der Medien und Politiker zu erregen!

Schau dir für weitere Einzelheiten oder mehr Informationen über Extinction Rebellion das Video vom Anfang dieses Artikels an. Weitere Updates und Neuigkeiten über Ecosia findest du auf unserem YouTube-Kanal.



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