Vor einem Jahr haben wir 1.000.000 Euro bei einem Notar in Berlin hinterlegt, für einen einzigen Zweck: die Schaffung eines Klimanobelpreises. Auch ein Jahr später ist der Preis noch nicht Wirklichkeit geworden. Aber das Geld ist noch da – und wir sind entschlossener denn je.
Warum es jetzt noch dringender ist
In diesem Sommer haben Waldbrände Frankreich und Spanien in einem noch nie dagewesenen Ausmaß heimgesucht. Ersten Schätzungen zufolge sind in Europa mehr als 30.000 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Zurzeit baut sich ein rekordstarker El Niño auf, und Wissenschaftler erwarten, dass er bis Februar weltweit rund 450.000 Menschenleben kosten könnte.
Viel zu oft bleiben dabei die Menschen unsichtbar, die dieser Krise etwas entgegensetzen: Wissenschaftler, Landschützer, Communities und Innovator, die unseren Planeten lebenswert halten. Ein Nobelpreis würde ihnen die größte Bühne der Welt geben – und ihre Lösungen helfen, schneller umgesetzt zu werden.
Was seit letztem Jahr passiert ist
Wir haben in den vergangenen 12 Monaten hinter den Kulissen weitergearbeitet. Wir haben untersucht, wie der Klimanobelpreis mit derselben Unabhängigkeit und Sorgfalt geschaffen werden kann wie die anderen Nobelpreiskategorien.
Eines steht fest: Diesen Preis gibt es noch nicht, und Ecosia kann ihn nicht allein ins Leben rufen. Was wir aber tun können: dabei helfen, die Unterstützung und die Strukturen aufzubauen, die nötig sind, um ihn zu ermöglichen.
Wer dahintersteht
Die Unterstützung wächst. Führende Klimaforscher aus aller Welt unterstützen die Initiative inzwischen öffentlich, darunter:
- Prof. em. Louise Vet, Mitglied der Königlich-Niederländischen Akademie der Künste und Wissenschaften
- Prof. Wim van Saarloos, ehemaliger Präsident der Königlich-Niederländischen Akademie der Künste und Wissenschaften, ehemaliger Präsident der EASAC
- Prof. Dr. Thomas Elmqvist, Mitglied der Academia Europaea
„Der Klimawandel ist keine ferne Bedrohung mehr – er ist eine Realität, die wir in Ökosystemen, Gesellschaften und Volkswirtschaften auf der ganzen Welt beobachten … Ein Klima-Nobelpreis würde ein starkes Signal senden: Wissenschaftliche Erkenntnisse zählen, die Dringlichkeit ist real, und fundiertes, entschlossenes Handeln ist für eine nachhaltige Zukunft unerlässlich.“ - Prof. Lise Øvreås, Mitglied und ehemalige Präsidentin der Norwegischen Akademie der Wissenschaften und der Literatur
Der leere Stuhl
Letztes Jahr haben wir einen blauen Nobelstuhl für eine künftige Klimapreisträger gebaut. Während in diesen Tagen die diesjährigen Nobelpreise verkündet werden, bleibt er leer.
Erhebt eure Stimme
Preise wie dieser entstehen, wenn genug Menschen deutlich machen, dass die Zeit reif ist. Kommentiert unsere Beiträge, teilt die Kampagne und sagt uns, wen ihr eines Tages auf diesem Stuhl sehen möchtet.
Liebe Wissenschaftler, auf euch kommt es besonders an
Wenn jemand einen Klimanobelpreis Wirklichkeit werden lassen kann, dann die Wissenschaftscommunity. Schickt uns ein kurzes Zitat dazu, warum Klimalösungen einen Nobelpreis verdienen, an press@ecosia.org – vielleicht stellen wir es in der Kampagne vor.
Du bist selbst keine Wissenschaftlerin oder kein Wissenschaftler? Leite diesen Beitrag an jemanden aus der Forschung weiter und bitte sie oder ihn, ebenfalls ihre bzw. seine Stimme zu erheben.
Der Stuhl wartet. Lasst ihn uns gemeinsam besetzen!