Überleben die von Ecosia gepflanzten Bäume?

Bäume zu pflanzen bringt keine Wälder zurück. Zumindest dann nicht, wenn die Setzlinge eingehen, die Samen nicht keimen oder die Bäume wieder gefällt werden. Was tut Ecosia, um sicherzustellen, dass die gepflanzten Bäume auch stehen bleiben?

Zuallererst muss man sich vor Augen halten, dass unsere Bäume an einigen der lebensfeindlichsten Orte der Welt überleben müssen. Sie stehen in den trockensten Regionen der Welt wie Burkina Faso und Peru. Entlang der Küste von Madagaskar wachsen sie in Meerwasser, in Ghana an den häufig überfluteten Ufern des Daka River.

Dorfbewohner in Burkina Faso bereiten den steinharten Boden für die Aussaat vor.

Was Ecosia unternimmt, um seine Bäume gegen natürliche Bedrohungen zu schützen

Um ihre Überlebenschancen zu erhöhen, pflanzt Ecosia seit jeher einheimische Baumarten. Diese Baumarten hatten Millionen Jahre Zeit, sich an die lokalen Gegebenheiten anzupassen und sind entsprechend gewappnet. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie überleben, deutlich höher als bei importierten Arten.

Eine zweite Maßnahme besteht darin, Bäume dort zu pflanzen, wo früher einmal welche standen. Dort, wo schon einmal Bäume standen, können sich auch neue Bäume entwickeln.

Natürlich wachsen und gedeihen nicht alle angepflanzten Bäume, ein Teil geht immer ein. Darum werden von Ecosia nur Bäume gezählt, die länger als drei Jahre überleben – nach dieser Zeit sind sie für gewöhnlich robust genug, natürlichen Bedrohungen standzuhalten.

Wenn wir beispielsweise 1000 Bäume pflanzen und aus Erfahrung wissen, dass in dieser Region die durchschnittliche Sterblichkeit bei 25 % liegt, fügen wir unserem Zähler nur 750 Bäume hinzu. Wir messen kontinuierlich die Überlebensrate der von uns gepflanzten Bäume mittels Inventuren und Satellitentechnologie und passen den Baumzähler entsprechend an.

Was Ecosia unternimmt, um seine Bäume gegen menschliche Einflüsse zu schützen

Aber es gibt auch andere Umstände, die unseren Bäumen mancherorts das Leben schwer machen, wie beispielsweise politische, landwirtschaftliche und industrielle Einflüsse.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro opfert beispielsweise Urwälder auf dem Altar kurzfristigen Wirtschaftswachstums. In Uganda zerstört die Kohleindustrie unaufhaltsam den Lebensraum der Schimpansen. In Indonesien werden große Waldflächen abgebrannt, um sterile Palmölmonokulturen anzupflanzen.

In Brasilien hat Bolsonaros Klimapolitik zu einer neuen Intensität von Abholzung durch die Landwirtschaft geführt.

Ecosia bekämpft diese Einflüsse durch Aufklärung. In Peru, wo die wachsende Nachfrage nach Feuerholz Naturwälder gefährdet, gehen unsere Partner beispielsweise von Dorf zu Dorf, um den Menschen beizubringen, dass es nachhaltiger ist, Äste zu verfeuern anstelle von Baumstämmen.

Das Verbrennen von Ästen anstatt von ganzen Stämmen führt dazu, dass Wälder sich wieder erholen können.

In Äthiopien, wo Überweidung weit verbreitet ist, haben sich einige Dorfgemeinschaften bereit erklärt, bestimmte besonders wichtige Gebiete zu verschonen und an anderer Stelle geschnittenes Gras zu verfüttern, anstatt das Vieh frei grasen zu lassen.

Für das Überleben der Bäume ist es in Äthiopien essentiell notwendig sie vor Überweidung zu schützen.

In Brasilien, wo Viehzüchter ihre Weideflächen erweitern, indem sie umliegende Wälder abbrennen, halten die Brandbekämpfungs-Teams von Ecosia die Flammen in Schach, während unsere Aufforstungspartner die Menschen vor Ort darüber aufklären, dass es vorteilhafter ist, die Wälder zu erhalten.

In Uganda organisiert unser Partner (das Jane Goodall Institute) an ländlichen Schulen Unterricht über Ökosysteme. In Malawi werden Sendungen im lokalen Radio ausgestrahlt, die über die positiven Auswirkungen von Bäumen berichten.

Die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort ist der Schlüsselfaktor einer erfolgreichen Aufforstung

Zuerst bei den Menschen anzusetzen ist nicht nur richtig, sondern auch unverzichtbar, wenn Wälder nachhaltig aufgeforstet werden sollen. Wenn man den Menschen mehr Lebensqualität verschaffen kann, schwindet auch der finanzielle Druck, Land an Bergbau- und Rodungsunternehmen oder große Landwirtschaftsbetriebe zu verkaufen. Und wenn das Plus an Lebensqualität dann noch in direktem Zusammenhang mit den gepflanzten Bäumen steht, haben die Menschen auch allen Grund, die von uns gepflanzten Bäume zu schützen – und selbst zusätzliche Bäume anzupflanzen.

Wie können wir also erreichen, dass die Dörfer vor Ort von unseren Bäumen profitieren?

In vielen Fällen liefern die von uns gepflanzten Bäume wertvolle Rohstoffe wie Baobab-Pulver, Sheabutter, Früchte oder Tengkawang-Öl. Diese Produkte selbst zu konsumieren und zu verkaufen ist langfristig viel profitabler als die Bäume zu fällen. Viele dieser Bäume, wie beispielsweise die Tengkawang-Palme in Indonesien, gedeihen deutlich besser in Mischwäldern als in Monokulturen.

Außerdem profitieren auch kleinere landwirtschaftliche Betriebe von einem gemischten Baumbestand. Er verbessert die Fruchtbarkeit des Bodens, beugt der Erosion vor, reinigt und speichert Grundwasser und schafft Mikroklimata, die angesichts der Erderwärmung eine immer wichtigere Rolle spielen. In Äthiopien, Kolumbien und Peru sind dank unserer Schatten spendenden Bäume die Erträge der Kaffeeplantagen deutlich angestiegen. In Senegal, Haiti und Nicaragua hat der Feldwaldbau – die Koexistenz von Bäumen und Feldfrüchten – das Nahrungsangebot der Menschen vielseitiger gestaltet, die sich in der Trockensaison sogar mit dem Verkauf der Ernteüberschüsse ein kleines Zubrot verdienen können.

Unsere Strategie besteht darin, zur richtigen Zeit die richtigen Bäume am richtigen Ort zu pflanzen und gleichzeitig die Menschen zu unterstützen, mit denen wir vor Ort zusammenarbeiten. Aber natürlich gibt es noch einen weiteren wichtigen Faktor für die Rettung der Wälder: Ecosia-Nutzer wie dich.



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