Wie peruanische Bauern den Amazonas schützen

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Der Amazonas-Regenwald ist ein wahrer Hotspot der Artenvielfalt von Flora und Fauna. Er bietet Millionen weltweit einzigartiger Spezies ein Zuhause und erstreckt sich über eine beeindruckende Fläche von 7 Millionen Quadratkilometern in neun Ländern. 13 % des tropischen Regenwaldes befinden sich allein in Peru, wobei der größte zusammenhängende Teil in der Region San Martín quer über die peruanischen Anden verläuft.

Der Amazonische Regenwald ist aber nicht nur beeindruckend, er ist auch unersetzbar für das Weltklima. Wer seine uralten Bäume fällt zerstört einige der effizientesten CO2-Filter unseres Planeten und nimmt indigenen Völkern und Gemeinden vor Ort die Existenzgrundlage. Leider hat Druck von außen in den letzten Jahrzehnten immer wieder dafür gesorgt, dass genau das passiert. Und San Martín ist keine Ausnahme.

Die Geschichte beginnt in der San Martín Region in Peru.

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Die Wälder in San Martín wurden in den 1980er und 1990er Jahren im großen Stil gerodet. Unter der Herrschaft der Drogenmafia litt die Natur in der Region unter der exzessiven Nutzung der Wälder und Böden für die Kokainherstellung.

Durch eine Mischung aus Glück und politischem Einfluss wurden die Handelsrouten für Kokain von San Martín fortbewegt, und die Region konnte endlich aufatmen. Genau da traten die lokalen Gemeinden auf den Plan.

Sie waren durch die Zerstörung der Wälder und Böden in die Armut gedrängt worden und wussten daher, dass ihnen niemand bei dem helfen würde, was so dringend erledigt werden musste: die Aufforstung des Amazonas-Regenwalds in den peruanischen Anden, der Schutz ihrer Heimat und wichtigsten Ressource für Überleben und Entwicklung.

Darum schlossen sich im Jahr 1997 mehrere benachbarte Gemeinden zur Kakao-Kooperative “Cooperativa Agraria Cacaotera”, kurz ACOPAGRO, zusammen. Ihr Ziel war ihrer Zeit voraus: Sie wollten eine auf fairem Handel und ökologischer Landwirtschaft basierende Bauernkooperative schaffen und langfristig eine ganzes Produktionssystem nach dem Prinzip der Agroforstwirtschaft in der Region aufbauen.

Hier kommt das PUR Projet ins Spiel, mit dem Ecosia seit 2016 zusammenarbeitet. Bereits 2008 taten sich unsere neuen Partner mit der ACOPAGRO zusammen, um sich gemeinsam für das Modell des nachhaltigen Kakaoanbaus einzusetzen. Der Rest ist bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte:

Die Bauern in diesen Kooperativen leisten einen wichtigen Beitrag zur Aufforstung und zum Erhalt eines großen Teils des Amazonas-Regenwalds. Und dieses Mal sind sie entschlossen, die Dinge richtig anzupacken:

Ab sofort unterstützt ihr mit euren Suchanfragen also ein erfolgreiches und faires Geschäftsmodell, das benachbarten Gemeinden und Staaten bereits jetzt als Vorbild dient. In Kürze folgen weitere Informationen und Eindrücke vom Besuch unseres Baumpflanzbeauftragten in Peru - also bleibt am Ball!