Eure Bäume im Senegal

Die Landwirtschaft gehört zu den Hauptverursachern großflächiger Rodungen. Aber das Aufforstungsprojekt von Ecosia im Senegal beweist, dass wir uns nicht zwischen Wald und Acker entscheiden müssen. Von einer Mischform profitieren Mensch und Natur gleichermaßen.

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Das Problem der Monokulturen

Gemeinsam mit unserem lokalen Partner Trees for the Future unterstützen wir 300 Farmer dabei, ihre in Monokulturen bestellten Äcker in Waldgärten zu verwandeln. Monokulturen, die mit der Kolonialisierung eingeführt wurden, bedingen den Einsatz von Pestiziden und laugen den Boden aus. Und wenn das eine Anbauprodukt aus irgendeinem Grund keinen Ertrag bringt, fällt für den Bauern die Ernte komplett aus. Hier kommt der Waldgarten ins Spiel.

Bei einem Waldgarten verhält es sich völlig anders. Im Gegensatz zu Monokulturen besteht er aus bis zu 4000 Bäumen und vielen verschiedenen Obst- und Gemüsesorten. Die Bäume schaffen ein ideales Mikroklima, spenden in der heißen Jahreszeit Schatten, speichern Feuchtigkeit und schützen die Anbauprodukte vor Wind und Tieren. Ein Waldgarten macht den Boden wieder fruchtbar, erhöht die Artenvielfalt und ist in der Lage, 62,8 metrische Tonnen CO2 pro Hektar zu neutralisieren.

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Senegal-Ecosia-Forest-Garden-Agroforestry-trees-climate-change--23-of-103- Dieser Eintopf (Thiéboudienne genannt) besteht ausschließlich aus Gemüse, das zwischen euren Bäumen wächst

Senegal-Ecosia-Forest-Garden-Agroforestry-trees-climate-change--83-of-103- Fatoumata (rechts) gehört zum senegalesischen Baumpflanz-Team Als Soziologin kennt sie die Bedürfnisse der Bauern und kann ihnen vermitteln, welche Vorteile es bringt, wenn sie auf ihren bestellten Äckern sowie um sie herum Bäume pflanzen

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Vorteile für Familien

Die Gärten, die mithilfe eurer Suchen in der Gegend von Kaffrine und Koungheul gepflanzt werden, tragen nicht nur dazu bei, das Klima abzukühlen, sondern verbessern zudem die Lebensgrundlage unzähliger Familien. Der Anbau von mehr und vor allem abwechslungsreicherer Nahrung kommt ihrer Gesundheit zugute und sichert der Familie über den Verkauf der Erzeugnisse, die nicht für den Eigenbedarf benötigt werden, ein sicheres Einkommen.

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„Jetzt, wo wir einen Waldgarten haben, kann ich meine Familie unterstützen, wenn jemand krank wird, und meine Frau kann unsere Erzeugnisse auf dem Markt verkaufen, sodass wir etwas Geld beiseitelegen können. Der Waldgarten wir immer weiter wachsen, wenn ich hart arbeite.”- Mr. Seck (oben)

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Hier ein paar Zahlen zur Veranschaulichung. Erdnuss- und Mais-Monokulturen bringen einen Ertrag von maximal $ 200-400 pro Morgen, wohingegen ein Waldgarten bis zu $ 2.000 einbringen kann. Die zusätzlichen Einkünfte ermöglichen den Familien, die Kosten für Schule und ärztliche Versorgung aufzubringen. Vor allem aber sind die Familien jetzt in der Lage, das ganze Jahr über zu produzieren und zu verkaufen, sogar in der Trockenzeit.

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Mame (oben) wollte einen Waldgarten anlegen, aber ihr Ehemann war dagegen. Da ihr aber einleuchtete, dass es Sinn macht, Bäume und Gemüse zusammen anzubauen, probierte sie es trotzdem aus. Inzwischen bringt ihr Garten so viel ein, dass ihr Sohn (rechts) nicht mehr nach Dakar gehen muss, um Arbeit zu finden.

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Euren Suchen ist es zu verdanken, dass im Senegal 1,2 Mio. Bäume gepflanzt werden. Das sind 750.000 Bäume mehr für den Ecosia-Zähler, was nach unseren Schätzungen der Anzahl der Bäume entspricht, die dem schwierigen Klima in der Sahelzone standhalten werden.



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