Dieser Wald wirkt gesund … bis man genauer hinsieht

Im Kibale-Nationalpark in Uganda wirkt der Wald üppig und grün. Doch sobald man ihn betritt, merkt man schnell, dass etwas nicht stimmt. Dort, wo junge Bäume aus dem Waldboden wachsen sollten, steht nur eine einzige Pflanze — dicht, stachelig und undurchdringlich. Das ist Akanthus: ein heimischer Strauch, der große Teile des Waldes übernommen und die natürliche Regeneration gestoppt hat.

Wir sind tief in den Kibale-Wald gereist, um herauszufinden, wie eine harmlos wirkende Pflanze ein ganzes Ökosystem übernehmen konnte — und um die Menschen kennenzulernen, die daran arbeiten, den Wald zurückzubringen. Was wir entdeckt haben, ist erstaunlich: Setzlinge, die fünf Jahre lang im Dunkeln ums Überleben kämpfen, Elefanten, die die Ausbreitung unbeabsichtigt verstärken, und Wälder, die in dem verharren, was Ökologen eine unterbrochene ökologische Sukzession nennen.

Doch wir haben auch eine unglaubliche Lösung gefunden. Die lokalen Teams unseres Partners, der Uganda Conservation Foundation, schneiden Akanthus von Hand zurück, retten heimische Setzlinge und sammeln sogar Samen aus Tierkot, um den Wald wieder zurück zu bringen. Und in einer unerwarteten Wendung wird der entfernte Akanthus zu umweltfreundlichen Briketts verarbeitet — das reduziert den Druck auf den Wald und schafft gleichzeitig neue Arbeitsplätze.

Einen Wald wieder aufzubauen geschieht Schicht für Schicht. Am Ende ist dies eine inspirierende Geschichte von Widerstandskraft, Gemeinschaft und der Fähigkeit der Natur, sich mit ein wenig Hilfe zu erholen.

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