Ecosia präsentiert: GermanZero

LINNEA

Linnea

Linnea ist eine der Werkstudentinnen bei Ecosia. Sie liebt die Vielfalt aller Kulturen, Sprachen und Menschen dieser Welt und ist bei Ecosia mitverantwortlich für die deutschsprachige Kommunikation.

Wir glauben daran, dass wir gemeinsam etwas verändern können und die Welt wieder zu einem grüneren Ort machen können. Glücklicherweise setzen sich auch immer mehr Unternehmen und Initiativen genau dafür ein - sie wollen bestehenden, destruktiven Strukturen den Rücken kehren und bieten stattdessen langfristige, grüne Lösungsansätze. Genau aus diesem Grund stellen wir Euch in dieser Serie einige gute nachhaltige Initiativen vor, die unbedingt unterstützt werden sollten. Ecosia präsentiert … GermanZero.

Wer seid Ihr?

Wir sind eine junge NGO, die dafür kämpft, dass Deutschland bis 2035 klimaneutral wird. Wie wir das tun? Mit einem konkreten Lösungsweg: Wir erarbeiten mit unserem 1,5-Grad-Klimagesetzespaket einen realistischen Vorschlag, wie Deutschland bis 2035 auf faire Weise klimaneutral werden kann.

Es gibt uns erst seit 2019, doch hinter uns stehen heute schon Tausende von Menschen – Landwirt*innen und Gärtner*innen genauso wie Studierende, Kaufleute, Lehrer*innen und Rechtsanwält*innen. Wir alle wollen eine klimasichere Zukunft für uns und unsere Familien.

Was möchtet Ihr erreichen und wieso ist das so wichtig?

Wir haben uns das gigantische Ziel gesetzt, den Klimaschutz in Deutschland zum Staatsziel und Deutschland bis spätestens 2035 klimaneutral zu machen. Und die gute Nachricht ist: Das ist absolut machbar!

Beim Thema Klimakrise denkt man an die Schlagzeilen über Hitzetote, verdorrende Äcker, Hochwasser, Luftverschmutzung und Artensterben. Was aber leicht übersehen wird ist, dass die Klimakrise lösbar ist. Alle Instrumente, die wir dafür brauchen, liegen bereits auf dem Tisch – von erneuerbaren Energien über alternative Verkehrslösungen bis zu einer konsequenten Kreislaufwirtschaft. Und nicht nur das: Der Klimaschutz ist auch eine echte Innovationschance für die Wirtschaft. Es gibt also viele Gründe, jetzt mit Mut diese Menschheitsaufgabe anzugehen.

Was macht Euer Vorgehen so besonders?

An unserem Klimagesetzespaket kann jeder mitwirken! Es wird ein echtes Bürgergesetz, das im Dialog entwickelt wird: Auf der einen Seite arbeiten Expert*innen aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft daran mit, damit es am Ende umsetzbar ist. Auf der anderen Seite kann jede Bürgerin und jeder Bürger die geplanten Klimamaßnahmen über eine digitale Beteiligungsplattform kommentieren und Vorschläge machen. Diese Plattform, unser „Zerolab“ ist gerade im Endstadium der Entwicklung.

Wie sorgt Ihr dafür, dass die Politik in der Klimawende umschwenkt?

Parallel zur Gesetzesentwicklung mobilisieren wir mit Kampagnen möglichst viele Menschen in Deutschland. Wir helfen Bürger*innen, die direkt mit Abgeordneten ins Gespräch kommen wollen, um sich für den Klimaschutz einzusetzen. Und wir unterstützen bereits über ein Dutzend Klimainitiativen in ganz Deutschland, die mit Bürgerentscheiden ihre Städte und Gemeinden bis spätestens 2035 klimaneutral machen wollen. Mehr darüber findet Ihr auf der GermanZero Webseite.

Wieviel Zeit bleibt uns noch, um das Ziel zu erreichen?

Nicht mehr viel: Es drohen klimatische Kipppunkte, nach denen die Erderhitzung gefährliche Werte erreicht und immer schneller schlimmer werden wird. Deswegen müssen wir bis spätestens 2035 klimaneutral werden. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2050 klimaneutral zu werden, ist zu spät, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten und die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen.  Derzeit steuern wir mit der deutschen Klimapolitik auf eine Erderhitzung um drei bis vier Grad zu.

Könnte man Eure Initiative auch in anderen Ländern umsetzen? Und wieso ist gerade Deutschland wichtig in dieser Hinsicht?

Deutschland ist die viertgrößte Wirtschaftsnation der Welt und ein wichtiger politischer und wirtschaftlicher Motor in der Europäischen Union. Wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen und beweisen, dass wir gemeinsam das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 erreichen erreichen können, dann werden andere Länder folgen.

Was können wir als Einzelne gegen die Klimawende tun?

Zunächst einmal brauchen wir ein viel stärkeres Bewusstsein, dass die Klimakrise wirklich uns alle betrifft: Sie ist ein Gesundheits- und Gerechtigkeitsthema, sie wirkt sich auf das Wohl von Kindern, Frauen und insbesondere sozial Schwachen aus. Weil sie Ressourcenkonflikte schürt und befeuert, wirkt sie sich auf die Zukunft der Demokratie und unsere Wirtschaftssysteme aus. Schon heute ist die Klimakrise eine wesentliche Ursache für Hunger, Not und Flucht, vor allem im globalen Süden.

Jede*r einzelne hat die Macht, etwas gegen die Klimakrise zu tun – viel mehr sogar, als man vielleicht denkt. Kluge Verbraucherentscheidungen sind wichtig. Im eigenen Ort ist man nahe an der Politik. Unsere Abgeordneten, ob im Stadtrat, Landes- oder Bundesparlament, brauchen unsere Stimmen und begegnen uns vor der eigenen Haustür. Gerade mit lokalen Initiativen können Bürger*innen sich Gehör verschaffen! Und die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, damit der klimafreundliche Weg immer der einfachere ist.

Was ist die größte Hürde – und was sagt Ihr denen, die nicht daran glauben, dass Ihr es schaffen könnt?

Helft mit! Organisiert oder unterstützt örtliche Klimaentscheide. Demonstriert. Sprecht mit Euren Abgeordneten. Engagiert Euch bei uns durch ehrenamtliche Mitarbeit. Oder helft uns mit Spenden. Alles dies bringt uns dem gemeinsamen Ziel weiter!

Das Frauenwahlrecht, das Ende der Apartheid, die schwarze Bürgerrechtsbewegung – große politische Änderungen sind durch Bürgerbewegungen erkämpft worden. Unsere größte Hürde ist Mutlosigkeit.

Schon jetzt merkt die Politik, dass sich die Klimabewegung nicht mehr stoppen lässt. Was wir jetzt brauchen, ist ein konkreter Lösungsweg, um in Deutschland schnell klimaneutral zu werden. Das leisten wir mit unserem 1,5-Grad-Gesetzesentwurf. Und jede*r kann dazu beitragen, dass dies gelingt!




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