Bäume statt Profit: Wir können Ecosia nicht mehr verkaufen.

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Als ich Ecosia damals gegründet habe, habe ich zwei Dinge versprochen:

1. Ich werde Ecosia niemals verkaufen.

2. Ich werde Ecosias Gewinne nie privatwirtschaftlich nutzen.

Ich habe diese Versprechen abgegeben, weil es mir nie darum ging, reich zu werden, sondern weil es von Beginn an mein Ziel war, mit Ecosia die Welt ein bisschen grüner und besser zu machen. Außerdem wollte ich beweisen, dass es einen ethischeren Weg gibt, Geschäfte zu machen.

Seitdem ist Ecosia zu ungeahnter Größe angewachsen: Wir pflanzen nicht nur jeden Monat Millionen von Bäumen, sondern sind außerdem zu einer der größten Umweltbewegungen weltweit geworden.

Daher ist es mir wichtig, noch einmal zu untermauern, dass ich auch weiterhin zu meinem Versprechen stehe. Aus diesem Grund habe ich Ecosia in ein sogenanntes „Sich selbst gehörendes Unternehmen“ umgewandelt. Dieses Modell erlegt uns zwei rechtlich bindende und unwiderrufliche Beschränkungen auf:

  1. Geschäftsanteile dürfen nicht mit Gewinn verkauft werden und auch nicht unternehmensfremden Personen gehören.
  2. Gewinnentnahmen aus dem Unternehmen sind nicht zulässig.

Die meisten traditionellen Unternehmer würden diese Beschränkungen als verheerend bezeichnen. Aber Ecosia ist kein gewöhnliches Unternehmen. Wir sind nicht an einer Gewinnmaximierung interessiert, sondern daran, eine maximale Anzahl an Bäumen zu pflanzen.

Ich hoffe, dass noch viele weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen werden. Ich glaube wirklich, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn mehr Unternehmen sich von einer guten Sache leiten ließen anstatt von dem Streben nach maximalen Renditen für die Anteilseigner.

Beste Grüße,
Christian Kroll

P.S.: Durch die Umwandlung von Ecosia in ein „Sich selbst gehörendes Unternehmen“, wird es mir selbst und auch sonst jedem unmöglich, Ecosia gewinnbringend zu verkaufen oder Firmenkapital zu entnehmen. Das gilt natürlich auch für meinen ehemaligen Partner und Miteigentümer von Ecosia, Tim, einen erfahrenen Unternehmer, den ich vor einigen Jahren kennengelernt habe. Er hat in Ecosia investiert in einer Zeit, als noch niemand wissen konnte, ob dieses verrückte Projekt jemals Erfolg haben würde. Tim, ich kann dir gar nicht sagen, wie dankbar ich dir bin für deine Zustimmung, Ecosia in eine gemeinnützige Organisation zu verwandeln, und für deinen Verzicht auf Rückforderung deiner Investitionen.


Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie wir mit einer Drittpartei zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass Ecosia für immer gemeinnützig bleibt und niemals an irgendjemanden Dividenden auszahlt, höre dir diesen Podcast an:

Wenn du mehr über „Sich selbst gehörende Unternehmen“ erfahren möchtest, schau dir diesen TED talk, diese Website und dieses Dokument der Purpose Foundation an.