Auch Lemuren brauchen ein Zuhause

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Was seht ihr, wenn ihr vor einem Wald steht? Als wir zu Besuch in Madagaskar waren, haben wir leider vor allem eines gesehen: ein zerstörtes Zuhause. Kleine zerstückelte Waldgebiete, durch weite Flächen ausgedörrten Erdlands getrennt. Dieser vegetative Flickenteppich ist der letzte verbliebene Habitat des Lemurs, des Schmalstreifenmungos und vieler anderer seltener Tierarten, die es nirgends sonst auf dem Planeten gibt.

Nach über vierzig Millionen Jahren auf dieser wunderschönen Insel sind diese Spezies jetzt akut vom Aussterben bedroht. Die Begrenzung ihres Lebensraums auf kleine Waldflächen erhöht die Lebensgefahr durch Brände und Krankheiten, reduziert ihre Nahrungsquellen und führt zu inzestuösem Paarungsverhalten.

Aber es gibt Lösungen.

Gemeinsam mit unserem Projektpartner Eden Projects und der lokalen Gemeinde aus tapferen Baumpflanzern wollen wir diesen Tieren ihr Zuhause zurückgeben. Wie? Indem wir dichte Waldkorridore pflanzen, die die zerstreuten Flecken Forstland miteinander verbinden.

Über diese Korridore werden die Tiere wieder in der Lage sein, sich bei ihrer Nahrungs- und Partnersuche frei zwischen den Waldstücken zu bewegen. Und weil sie dabei unbemerkt Blütenpollen und Pflanzensamen in neue Gebiete tragen, profitieren sowohl Fauna als auch Flora von diesen baumbestandenen Verbindungswegen.

Mit dieser Anbaumethode stellen wir sicher, dass jeder mit eurer Hilfe gepflanzte Baum so viele positive Effekte wie möglich in Gang bringt – damit euer Beitrag selbst zur Saat wird, deren Früchte in die Zukunft ragen.

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