Wiederaufforstung des Usambara Gebirges

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Dank eurer Suchanfragen werden aktuell bereits Millionen von Bäumen in Burkina Faso, Peru, Madagaskar und Indonesien angebaut. Ab heute unterstützt ihr mit euren Suchen über Ecosia auch Baumpflanzprojekte in Tansania! Das seit Kurzem von uns geförderte Projekt befindet sich wie alle anderen Anbaugebiete in einem der 36 Biodiversitäts-Hotspots unseres Planeten. Im Laufe der kommenden neun Monate wollen wir 3 Millionen Bäume in den Usambara-Bergen im Nordosten Tansanias anbauen, einem der ursprünglichsten und schönsten Orte, die wir je gesehen haben.

Ein knappes Drittel der Tierarten in dieser Region ist endemisch und absolut einzigartig: Man findet sie nirgends sonst auf der Erde.

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Als wir die Bergregion während der Regensaison im April besucht haben, hatten sich die meisten Hänge in ein saftiges, üppiges Grün gefärbt. Aber nicht alle. Alle paar Kilometer ragte ein nackter, baumloser Gipfel hervor, wo der jahrtausendealte Bergwald abgeholzt worden war. An anderen Stellen zeugten niedrige, kohlenschwarze Baumstümpfe von den Waldbränden der jüngsten Vergangenheit.

Drei Monate vor unserem ersten Besuch vor Ort erreichte uns eine E-Mail von Yassin Madiwa, dem CEO einer Umweltorganisation namens The Friends of the Usambara Society. Yassin erzählte uns von seinem gemeinnützigen Aufforstungsprojekt, das damals fast zu gut – und zu ambitioniert – klang, um wahr zu sein.

Aber als wir die Baumschulen und Anbauflächen bei unserem Besuch vor Ort sahen, waren auch wir überzeugt von der Vertrauenswürdigkeit und Professionalität des Projekts. Uns wurde klar, dass wir die Möglichkeit hatten, Teil von etwas ganz besonderem zu werden.

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Neben dem großartigen Ziel der Aufforstung der natürlichen Wälder Tansanias, die sich vor allem auf die Berggipfel und die Prävention von Bodenerosion konzentriert, hat das Programm auch pädagogische Relevanz: Jede Woche kommen Schüler vorbei, um die Setzlinge zu sehen, mehr über Umweltschutz zu lernen und die Keimlinge im Idealfall sogar mit zu ihren eigenen Farmen zu nehmen. Zu sehen, wie die Setzlinge zu Bäumen werden und konkrete Vorteile für ihre eigenen Familien bringen, ist eine wertvolle Lektion fürs ganze Leben.

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Die örtlichen Gemeinden spielen eine ähnlich tragende Rolle. Sie helfen nicht nur dabei, die idealen Orte für neue Anbauflächen inner- und außerhalb ihrer Dörfer auszuwählen – sie kümmern sich in vielen Fällen auch selbst um die jungen Pflanzen.

Wenn sie Feuerholz für ihre Kamine benötigen, verwenden die Dorfbewohner inzwischen ganz bewusst Äste und Hölzer von ihren eigenen Höfen, statt Bäume im Regenwald zu fällen. Die Subsistenzlandwirte, die wir vor Ort getroffen haben, waren sich des wahren Preises der Abholzung schmerzhaft bewusst – eines Preises, dessen Währung die Lufttemperatur, die Regelmäßigkeit der Niederschläge und die Fruchtbarkeit des Bodens sind.

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Doch die Gemeinden und Schulen sind nicht die einzigen Garanten für die Nachhaltigkeit des Projekts. Die staatlich geförderte Magamba Nature Reserve und der lokale Ökotourismus tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. All diese Faktoren und Akteure greifen wie die Teile eines Puzzles ineinander, um den langfristigen Erfolg des Projekts sicherzustellen.

Nach einer Woche in den Usambara-Bergen haben wir Yassin vor unserer Abreise in Richtung Berlin gefragt, ob er euch eine Botschaft mit auf den Weg geben möchte. Er wusste ganz genau, was er sagen wollte:

Wir sind überglücklich und wahnsinnig stolz, die Friends of the Usambara Society in unserer wachsenden Familie aus Baumpflanzpartnern willkommen heißen zu dürfen. Und wir sind dankbar, von ganzem Herzen dankbar, dass ihr Ecosia-User dieses Abenteuer möglich macht. Dank euch werden unsere kühnsten Tagträume Wirklichkeit.